
Welche Struktur die bessere Wahl ist – und warum die Entscheidung weitreichende steuerliche Folgen hat
Der Verkauf eines Unternehmens ist nicht nur eine strategische, sondern vor allem eine steuerliche Weichenstellung. Die Entscheidung zwischen Share Deal und Asset Deal beeinflusst unmittelbar die Steuerbelastung, die Haftungsstruktur und den tatsächlichen Nettoerlös.
Share Deal
Beim Share Deal werden Gesellschaftsanteile übertragen. Das Unternehmen bleibt rechtlich bestehen, Verträge und Mitarbeiter laufen grundsätzlich unverändert weiter.
Für Verkäufer – insbesondere bei Kapitalgesellschaften – kann diese Struktur steuerlich attraktiv sein. Käufer übernehmen jedoch auch bestehende Risiken und prüfen daher besonders intensiv.
Asset Deal
Beim Asset Deal werden einzelne Vermögensgegenstände verkauft. Der Käufer kann gezielt auswählen, welche Assets er übernimmt.
Für Verkäufer kann dies steuerlich ungünstiger sein, da stille Reserven aufgedeckt werden und es unter Umständen zu einer mehrfachen steuerlichen Belastung kommt.
Warum die Struktur so entscheidend ist
- Die Wahl wirkt sich aus auf:
- Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer
- Gewerbesteuer
- Grunderwerbsteuer
- Haftungsfragen
- Mitarbeiterübernahme
- Vertragsstrukturen
Je nach Ausgangssituation können sich erhebliche Unterschiede im Verkaufserlös ergeben.
Frühzeitig gestalten statt später reagieren
Ein optimal strukturierter Unternehmensverkauf beginnt nicht mit dem Kaufvertrag, sondern mit einer rechtzeitigen steuerlichen und rechtlichen Vorbereitung. Wer frühzeitig plant, sichert Gestaltungsspielräume – und maximiert den wirtschaftlichen Erfolg des Verkaufs. Wenn Sie einen Verkauf oder eine Nachfolge planen, sollte die Strukturfrage am Anfang stehen – nicht am Ende.
Melden Sie sich gern bei uns.
Haben Sie Interesse an aktuellen Steuernnews, Steuerwissen, Steuertipps und Einblicken in unseren Kanzleialltag?